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DATEV-Buchhaltungsexporte einrichten und herunterladen

So richten Sie Ihren DATEV-Export ein und laden ihn für einen beliebigen Zeitraum herunter.

Wichtig: Nur die Rollen Admin und Vertrieb können DATEV-Exporte einrichten oder herunterladen.


Bevor Sie beginnen

Fragen Sie Ihre Buchhaltung nach Ihrem Kontenrahmen. Sie brauchen die Sachkontonummern für Mieterlöse, Versicherungen, Kautionen und alles andere, was Sie abrechnen.

Kinnovis prüft diese Nummern nicht gegen SKR03, SKR04 oder einen anderen Kontenrahmen. Was Sie eintragen, steht in der Datei. Bestätigen Sie die Nummern deshalb vor dem ersten echten Export mit Ihrer Buchhaltung.


Schritt 1: Die DATEV-Export-Einstellungen öffnen

Zur Rechnungsübersicht gehen. Auf die Aktionsschaltfläche klicken und DATEV-Export konfigurieren wählen.

Der Bereich DATEV-Export öffnet sich mit einer bereits angewendeten Standardkonfiguration. Zehn der 124 DATEV-Spalten sind zugeordnet, Standardregeln für Gegenkonten stehen als bearbeitbare Vorschläge bereit, und der Exportumfang ist sinnvoll voreingestellt. Nichts davon ist fest. Sie können jeden Teil ändern und jederzeit auf die Standardkonfiguration zurücksetzen.

Wichtig: Einrichten und Versenden sind getrennte Vorgänge. Sind Ihre Einstellungen gespeichert, müssen Sie diesen Bereich nie wieder öffnen, um eine Datei zu bekommen.

Schritt 2: Konfiguration und Standorte prüfen

Zwei Felder stehen oben im Bereich, über den Reitern.

  • Konfiguration ist das Einstellungspaket, das Sie bearbeiten. Sie starten mit DATEV Standard configuration.

  • Gilt für ist die Liste der Standorte, die die Konfiguration abdeckt. Die meisten Betriebe fahren eine Konfiguration über alle Standorte.

Legen Sie eine zweite an, wenn sich Spaltenzuordnung oder Umfang zwischen Standorten wirklich unterscheiden, etwa in einem Franchise, in dem eine Gruppe buchhalterisch eigenständig ist. Unterscheiden sich nur die Sachkontonummern, bleiben Sie bei einer Konfiguration und nutzen Gegenkonto-Regeln je Standort, siehe Schritt 5.

Wann Sie eine zweite Konfiguration brauchen

Legen Sie eine zweite Konfiguration an, wenn sich Spaltenzuordnung oder Exportumfang zwischen Standorten wirklich unterscheiden, etwa in einem Franchise, in dem eine Gruppe von Standorten buchhalterisch eigenständig ist.

Unterscheiden sich nur die Sachkontonummern, bleiben Sie bei einer Konfiguration und nutzen Gegenkonto-Regeln je Standort, siehe Schritt 5.

Wichtig: Jeder Standort muss von einer Konfiguration abgedeckt sein. Ein Standort ohne Konfiguration erzeugt in keinem Export Zeilen.

Schritt 3: Umfang und Dateiformat festlegen

Den Reiter Umfang und Format öffnen. Hier entscheiden Sie, welche Zeilen in der Datei landen und wie die Datei geschrieben wird.

Was in den Export kommt

  • RechnungsfilterAlle Rechnungen oder Nur bezahlte. Voreinstellung: alle Rechnungen

  • DateiaufteilungEine gemeinsame Datei oder Eine Datei je Standort

  • Von Hand als bezahlt markierte Rechnungen ausschließen – voreingestellt aus. Einschalten, um Rechnungen zu überspringen, die im Kinnovis Manager von Hand ausgeglichen wurden

  • Positionen mit Betrag null ausschließen – voreingestellt an. Zeilen mit einem Endbetrag von 0 werden übersprungen. Bei Gutschriften wird der Betrag nach Abzug des Rabatts geprüft

  • Gutschriften einbeziehen – voreingestellt an. Gutschriften werden mit dem Kennzeichen „H“ und ihrem passenden Gegenkonto exportiert

  • Zahlungszeilen einbeziehen – voreingestellt aus. Einschalten, wenn Ihre Buchhaltung Zahlungen in DATEV gegen Rechnungen abgleicht. Bare und unbare Zahlungen werden unterschieden und können auf verschiedene Konten gehen

  • Rabatte als eigene Zeilen einbeziehen – voreingestellt aus. Einschalten, wenn Rabatte eigene Buchungszeilen auf eigenen Erlöskonten brauchen, etwa 8790 besteuert und 8770 unbesteuert

  • Stornierte Rechnungen einbeziehen – voreingestellt aus. Stornierte Rechnungen bekommen dann eigene Zeilen

  • Erstattungen einbeziehen – voreingestellt aus. Erstattete Zahlungen werden als eigene Einträge ergänzt

Eine Zeile in der Datei steht für eine Rechnungs-, Gutschrift- oder Zahlungsposition.

Dateieinstellungen

  • Kopfzeile einbeziehen – voreingestellt an. Setzt die DATEV-Spaltennamen wie „Umsatz“ und „Soll/Haben-Kennzeichen“ als erste Zeile

  • DATEV-Header einbeziehen – voreingestellt aus. Setzt die EXTF-Kopfzeile, die DATEV zum Einlesen der Datei braucht. Ihre Buchhaltung sagt Ihnen, ob sie nötig ist

  • ZeichensatzUTF-8 oder Windows-1252

  • ZeilenendenLF oder CRLF

Zeichensatz und Zeilenenden richten sich danach, was das System Ihrer Buchhaltung erwartet. Hat Ihnen niemand etwas anderes gesagt, lassen Sie beides, wie es ist.

Schritt 4: Die Spaltenzuordnung prüfen

Den Reiter Spaltenzuordnung öffnen. Hier bestimmen Sie, welcher Wert in jede der 124 Spalten des DATEV-Buchungsstapels kommt.

Die meisten Betriebe füllen nur acht bis elf davon und lassen den Rest leer. Diese gängigen Spalten sind hervorgehoben und bereits für Sie zugeordnet:

DATEV-Spalte

Üblicher Wert

Umsatz (ohne Soll/Haben-Kz)

Gross Amount

Soll/Haben-Kennzeichen

Debit/Credit Indicator

WKZ Umsatz

Fester Text: „EUR“

Konto

Accounts Receivable Number oder Customer ID

Gegenkonto (ohne BU-Schlüssel)

Contra-Account (rule-based)

Belegdatum

Document Date (DDMM)

Belegfeld 1

Invoice/Credit Note Number

Buchungstext

Customer Display Name

KOST1 - Kostenstelle

Fester Text, zum Beispiel „1002“

Festschreibung

Feste Zahl: 0

Um eine Spalte zu füllen, die nicht angezeigt wird, suchen Sie sie über den Namen und legen eine Zuordnung an.

Wie eine Spalte ihren Wert bekommt

Jede Spalte kann eines davon sein:

  • Ein einzelnes dynamisches Feld. Entweder ein Systemwert, der je Zeile beim Export ermittelt wird, oder ein Konfigurationswert, den Sie einmal setzen

  • Eine Verkettung. Mehrere Felder, verbunden durch festen Text dazwischen

  • Leer. Die Spalte bleibt in der Datei leer

Einen verketteten Wert bauen

Mit Verkettungen bekommen Sie Buchungstexte, die Ihre Buchhaltung auf einen Blick lesen kann. Für Buchungstext etwa den Kundennamen mit der Buchungsperiode verbinden:

Customer Display Name + „; “ + Booking Start Date + „ - “ + Booking End Date

ergibt:

Müller GmbH; 01.01.2025 - 31.01.2025

Das geht überall gleich. Für Beleginfo - Inhalt 2 ergibt „Rechnung: “ + Invoice/Credit Note Number den Wert Rechnung: RE-2025-001234.

Wichtig: Nicht jede Rechnung hat eine Buchungsperiode. Mahngebühren und andere Einzelrechnungen haben kein Start- und Enddatum. Eine Verkettung mit diesen Feldern greift dort auf den Ersatzwert zurück. Setzen Sie deshalb bei jeder Spalte mit Buchungsdaten einen Ersatzwert.

Ersatzwerte

Jede Zuordnung kann einen Ersatzwert haben, der greift, wenn der Hauptwert leer bleibt. Setzen Sie Konto auf Accounts Receivable Number mit dem Ersatzwert Customer ID, bekommen auch Kund:innen ohne Debitorennummer ein gültiges Konto. Ein Ersatzwert kann ein beliebiges Feld, ein fester Wert oder eine weitere Verkettung sein, und Ersatzwerte lassen sich aneinanderreihen.

Schritt 5: Ihre Gegenkonto-Regeln festlegen

Den Reiter Gegenkonto-Regeln öffnen. Hier verbringen die meisten Betriebe ihre Zeit. Eine Gegenkonto-Regel sagt dem Export, auf welches Sachkonto eine Position gebucht wird.

Jede Regel hat:

  • Produktart – Miete (Raumtyp), Versicherung, Kaution, sonstiges Produkt, oder ein Auffangfall für alles, was auf keine Regel passt

  • Steuerbedingung – eine bestimmte Steuerklasse oder beliebig

  • Produktname – eine optionale Bedingung, die auf den Anfang des Produktnamens passt. Nützlich, wenn Ihre Produkte nicht sauber einsortiert sind. Eine Regel auf „Vorhängeschloss“ passt auch auf „Vorhängeschloss XYZ“

  • Sachkontonummer – das Gegenkonto, auf das gebucht wird

Die Regeln werden der Reihe nach geprüft, die erste passende gewinnt. Stellen Sie Ihre genauesten Regeln deshalb nach oben.

Verschiedene Konten je Standort

Nutzt Ihre Buchhaltung je Standort ein anderes Erlöskonto, etwa 810400 für Berlin und 810100 für München, legen Sie die Regeln je Standort fest statt eine eigene Konfiguration anzulegen.

Auffangwerte

Jedes Regelwerk hat ein Auffangkonto. Passt eine Position auf keine Regel, landet sie dort, statt die Spalte leer zu lassen. So bleiben nicht zugeordnete Positionen in Ihren Konten sichtbar, statt still zu verschwinden.

Konten für Zahlungen, Rabatte und stornierte Rechnungen

Jede Zeilenart, die Sie in Schritt 3 eingeschaltet haben, bekommt hier ihre eigene Zuordnung. Zahlungen werden in bar und unbar aufgeteilt, Rabatte in besteuert und unbesteuert.

Schritt 6: Einen Versandplan einrichten (optional)

Den Reiter Zeitplan öffnen. Statt die Datei jeden Monat selbst herunterzuladen, können Sie sie sich per E-Mail schicken lassen.

Monatlich wählen und einen Stichtag setzen, vom 1. bis zum letzten Tag des Monats. Oder wöchentlich beziehungsweise zweiwöchentlich wählen und den Versandtag festlegen.

Die Empfänger ergänzen: Ihr eigenes Postfach, das Ihrer Buchhaltung oder beide.

Alle Möglichkeiten stehen im folgenden Artikel:

Schritt 7: Die Vorschau prüfen, dann speichern

Der Bereich Live-Vorschau rechts baut aus Ihrer Zuordnung laufend eine Beispieldatei. Nutzen Sie ihn, um Probleme vor Ihrer Buchhaltung zu finden.

  • Zwischen Tabelle und Rohe CSV wechseln, um die aufbereiteten Spalten oder die Datei genau so zu sehen, wie sie geschrieben wird

  • Den Vorschauzeitraum setzen, um einen bestimmten Monat zu prüfen

  • Die Fußzeile nennt, wie viele Buchungseinträge der Zeitraum erzeugt hat und wie viele der 124 Spalten zugeordnet sind

Prüfen Sie, ob Konten, Beträge und Buchungstexte so aussehen, wie Ihre Buchhaltung es erwartet, und klicken Sie dann auf Speichern und schließen.

Es lohnt sich, diese Vorschau an Ihre Buchhaltung zu schicken, bevor Sie sich für einen echten Monatsabschluss auf den Export verlassen.


Einen Export verschicken

Ihre gespeicherte Konfiguration wird jedes Mal genutzt, der Versand dauert also wenige Sekunden.

  1. Zur Rechnungsübersicht gehen

  2. Auf die Aktionsschaltfläche klicken und DATEV-Export versenden wählen

  3. Die Konfiguration bestätigen. Ihre Standardkonfiguration ist bereits ausgewählt

  4. Den Zeitraum wählen. Einen der letzten drei Monate nehmen oder einen eigenen Zeitraum setzen. Voreingestellt ist der Vormonat

  5. Auf Export versenden klicken

Sie erhalten eine einzelne CSV-Datei, oder ein ZIP-Archiv, wenn Ihre Konfiguration eine Datei je Standort erzeugt.


Welche Werte Sie nutzen können

Zwei Arten von Werten können in eine Spalte kommen.

Systemwerte

Diese werden beim Export für jede Zeile einzeln ermittelt.

Wert

Was er enthält

Beispiel

Gross Amount

Bruttobetrag der Position, deutsches Zahlenformat

1234,56

Gross Amount + Discount

Bruttobetrag einschließlich Rabatt

1300,00

Gross Amount − Discount

Bruttobetrag abzüglich Rabatt

1234,56

Discount Amount

Rabatt der Position, negativ

-65,44

Debit/Credit Indicator

S bei Rechnungen, H bei Gutschriften und Zahlungen

S

Invoice/Credit Note Number

Die Belegnummer

RE-2025-001234

Document Date (DDMM)

Belegdatum, TTMM

1501

Document Date (DD.MM.YYYY)

Belegdatum, vollständig

15.01.2025

Customer ID

Kundennummer in Kinnovis

483726

Accounts Receivable Number

Die Debitorennummer

10517

Customer Display Name

Firmenname, bei Privatkund:innen Vor- und Nachname

Müller GmbH

Customer Company Name

Firmenname. Bei Privatkund:innen leer

Müller GmbH

Customer First Name

Vorname

Max

Customer Last Name

Nachname

Müller

Customer Type

geschäftlich oder privat

geschäftlich

Product Type

Produktart der Position

Raumtyp

Line Item Name

Name der Position

1x Mieterlös Premium Unit

Tax Percent

Steuersatz der Position

19

Location ID

Standortnummer in Kinnovis

1424578877

Location Name

Name des Standorts

Berlin-Pankow

Booking Start Date

Beginn der Buchungsperiode

01.01.2025

Booking End Date

Ende der Buchungsperiode

31.01.2025

Payment Type

bar oder unbar. Nur bei Zahlungszeilen

unbar

Payment Amount

Bruttobetrag der Zahlung

500,00

Contra-Account (rule-based)

Sachkonto aus Ihren Gegenkonto-Regeln

8400

Konfigurationswerte

Diese setzen Sie einmal, und sie gelten für jede Zeile.

Wert

Was er bewirkt

Fixed Text

Beliebiger fester Text, etwa „EUR“ oder „1002“

Fixed Number

Beliebige feste Zahl, etwa 0 oder 106000

Contra-Account Rules

Das Regelwerk aus Schritt 5

Payment Contra-Account Rules

Konten für bare und unbare Zahlung

Discount Contra-Account Rules

Konten für besteuerte und unbesteuerte Rabatte


Was Sie beachten sollten

Was mit dem Export passiert, den Sie heute per E-Mail bekommen

Schickt Ihnen Kinnovis heute eine DATEV-Datei, läuft das weiter, während Sie hier einrichten. Sobald Sie den Export selbst konfiguriert und das Ergebnis bestätigt haben, wird die E-Mail-Fassung abgeschaltet. Bei Ihnen ändert sich nichts, bis Sie es sagen.

Kleine Unterschiede zu Ihrer bisherigen Datei

Die Datei, die Sie hier einrichten, wird neu erzeugt und nicht aus der alten Einrichtung übernommen. Ein paar Details unterscheiden sich deshalb. Beträge stehen ohne Tausendertrennzeichen und immer mit zwei Nachkommastellen, etwa „1234,56“. Stornierte Rechnungen sind voreingestellt ausgeschlossen, der ältere Export enthielt sie. Vergleichen Sie vor dem Umstieg einen Monat nebeneinander.

Kontonummern werden nicht geprüft

Kinnovis prüft Sachkontonummern nicht gegen DATEV-Kontenrahmen. Ein Tippfehler in einer Regel erzeugt eine Datei, die richtig aussieht, aber auf das falsche Konto bucht.

Was dieser Export nicht abdeckt

  • Die Stammdatendatei (Debitoren) gehört nicht zu diesem Export

  • Es gibt keine direkte Verbindung zur Cloud-Plattform von DATEV. Hier entsteht eine CSV-Datei, die Sie oder Ihre Buchhaltung hochladen

  • Über Kinnovis Connect steht der Export nicht zur Verfügung

  • Der bestehende BMD-Export bleibt unverändert und steht neben den DATEV-Optionen in derselben Aktionsschaltfläche

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