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Die Identität Ihrer Kund:innen prüfen

Prüfen Sie die Identität Ihrer Kund:innen mit ID- und Selfie-Kontrolle und senken Sie das Betrugsrisiko

Einführung

In der heutigen digitalen Welt ist der Schutz vor Betrug entscheidend. Deshalb haben wir eine freiwillige Identitätsprüfung in den Buchungsvorgang eingebaut, die auf die starken Möglichkeiten von Stripe Identity setzt.

Gründe für ID-Kontrollen

Man kann einwenden, dass eine ID-Kontrolle beim Buchen den Abschluss in die Länge zieht. Es gibt aber mehrere Gründe, sie einzuschalten:

  • ID-Kontrollen senken das Risiko betrügerischer Buchungen: Hinter jedem Vorgang steht eine geprüfte Identität, das macht Ihren Betrieb sicherer.

  • Ist die Identität Ihrer Kund:innen geprüft, stehen die Chancen besser, Schäden während der Buchung ersetzt zu bekommen; bei Streitfällen haben Sie etwas in der Hand.

  • Geprüfte Identitäten schaffen Vertrauen in Ihre Leistungen und festigen die Beziehung zu Ihren Kund:innen.

Bitte beachten Sie: Eine ID-Kontrolle hängt an der Kundin oder dem Kunden, nicht an einer einzelnen Buchung. Wer die ID-Kontrolle einmal durchlaufen hat, muss sie bei einer weiteren Buchung also nicht erneut durchlaufen.

So schalten Sie ID-Kontrollen mit Stripe Identity ein

Schritt #1 - Stripe Identity in Ihrem Stripe-Dashboard aktivieren.

Diese Schritte erledigen Sie in Stripe:

a. In der Menüleiste auf „More +“ klicken

b. Nach unten zu „Identity verification“ scrollen

c. Das Formular absenden

Danach ist die ID-Kontrolle aktiviert und einsatzbereit.

Schritt #2 - Einen eingeschränkten API-Schlüssel für Stripe Identity erstellen

Um Stripe Identity mit dem Kinnovis Manager zu nutzen, erstellen Sie zuerst in Ihrem Stripe-Dashboard einen „Restricted API Key“.

Anmerkung: Es ist sehr wichtig, den richtigen API-Schlüssel zu erstellen, nämlich einen „Restricted Key“ mit eigens gesetzten Berechtigungen. Das sorgt für höchste Sicherheit im Umgang mit heiklen Daten wie Ausweisdokumenten.

Sie finden das in Ihrem Stripe-Dashboard unter „Developers“ > „API Key“ > „Create restricted API key“.

Nach dem Klick auf den Knopf vergeben Sie einen Namen, etwa „Kinnovis Identity Session“, und setzen die richtigen Berechtigungen.

Anmerkung: Auch hier ist es sehr wichtig, genau die unten beschriebenen Berechtigungen zu wählen.

Bereich „Identity“

Bitte wählen Sie:

  1. Verification Sessions and Reports → „write“

  2. Access recent detailed verification results → „read“

Bereich „Webhook Resources“

Bitte wählen Sie:

  1. All webhook resources → „write“

Bereich „All core resources“

Bitte wählen Sie:

  1. Files → „write“

Prüfen Sie Ihre Auswahl bitte noch einmal. Stimmt alles, klicken Sie unten auf der Seite auf „Create key“.

Achtung: Schicken Sie diesen Schlüssel niemandem per E-Mail oder über einen Messenger. Tragen Sie ihn allein in unserem System im Bereich der verbundenen Apps ein. Dort wird er sicher gespeichert und NICHT mehr vollständig angezeigt.

Schritt #3 - Stripe Identity mit dem Kinnovis Manager verbinden

Verbinden Sie Ihr Stripe-Konto mit dem zuvor erstellten „Restricted API Key“ mit Ihrem Kinnovis Manager und legen Sie fest, für welche Standorte Stripe Identity gelten soll. Ihre Stripe-Konto-ID finden Sie unter https://dashboard.stripe.com/settings/account. Links steht die Konto-ID.

Bitte gehen Sie so vor:

  1. Im Kinnovis Manager zu Verbundene Apps gehen

  2. In der Karte „Stripe Identity“ auf „Verbinden“ klicken


  3. Den Standort wählen, für den Sie die Stripe-ID-Kontrolle einschalten möchten

  4. Den „Restricted API Key“ in das Feld „API key“ einfügen

  5. Ihre Stripe-Konto-ID eintragen


  6. Zu „Buchungsportal“ und dort zu den „Standorteinstellungen“ gehen und „ID-Kontrolle“ für die jeweiligen Standorte aktivieren. Danach gehört dieser Schritt zum Buchungsvorgang in Ihrem Kundenportal.

Bitte beachten: Haben Sie mehrere Stripe-Konten, achten Sie darauf, das richtige Konto mit dem oder den richtigen Standorten zu verbinden.

Fertig - Jetzt können Sie die ID-Kontrolle in Ihrem Buchungsportal nutzen 🏁

So läuft die Prüfung für Ihre Kund:innen ab

Sind Angaben und Zahlungsdaten eingetragen, werden Ihre Kund:innen zur Identitätsprüfung aufgefordert. Sie können mit Handy oder Webcam ein Bild aufnehmen oder eine Datei mit ihrem Ausweisdokument hochladen. Danach geben sie ihre Mobilnummer ein, um die Prüfung auf ihrem Gerät abzuschließen.

Eine sofortige Rückmeldung gibt es nicht, denn die Prüfung eines Ausweisdokuments dauert in der Regel 1 bis 3 Minuten. Haben Sie E-Signaturen eingeschaltet, folgt dieser Schritt nach der ID-Kontrolle.

Anforderungen an den Ausweis

  • Das eingereichte Dokument muss gültig und aktuell sein.

  • Es muss ein anerkanntes Dokument sein, etwa Personalausweis, Reisepass oder Führerschein.

  • Das Bild muss von guter Qualität sein.

Bitte beachten Sie: Die ID-Kontrolle greift nur bei Buchungen über das Buchungsportal. Legen Sie eine Buchung von Hand im Kinnovis Manager an, laden Sie das Bild des Ausweisdokuments selbst hoch.

Selfie-Kontrolle

Die Dokumentenprüfung schützt vor gefälschten Ausweisdokumenten. Betrüger können aber auch an echte, gestohlene Dokumente kommen. Dagegen hilft die Selfie-Kontrolle.

Die Selfie-Kontrolle vergleicht kennzeichnende körperliche Merkmale, etwa die Geometrie des Gesichts, zwischen dem Lichtbild im Ausweis und einer Aufnahme des Gesichts. Ihre Kund:innen scannen dafür in diesem Schritt ihr Gesicht.

So sehen Sie die Angaben aus dem Ausweis und den Stand der Prüfung

Den Stand der Prüfung sehen Sie in Ihrem Kinnovis Manager in der Detailansicht der Kundin oder des Kunden unter „Details“. Dort finden Sie außerdem das Bild des Ausweisdokuments, den vollständigen Namen, die Postleitzahl und das Land aus der Prüfung.

Dokumentenprüfungen laufen im Hintergrund, das Ergebnis liegt also nicht sofort vor. In der Regel dauert die Prüfung eines Ausweisdokuments 1 bis 3 Minuten. Ist sie durch, wechselt der Status von „wird geprüft“ auf „geprüft“ (erfolgreich) oder „Prüfung fehlgeschlagen“ (der Ausweis ließ sich nicht prüfen).

Was tun, wenn die ID-Kontrolle fehlschlägt

Schlägt die ID-Kontrolle fehl, steht in der Detailansicht der Status „Prüfung fehlgeschlagen“. Die betroffene Person wird umgehend benachrichtigt und gebeten, den Vorgang zu wiederholen. Mit diesem Stand können Sie handeln:

  1. Erinnern Sie die Person per E-Mail daran, die ID-Kontrolle über das Kundenportal erneut zu starten. Das geht automatisch über „Aktionen“ - „Erinnerung per E-Mail senden“.

  2. Bitten Sie um ein Bild des Ausweises, das Sie dann von Hand über die Kundenseite im Kinnovis Manager hochladen. Das kann nötig sein, wenn jemand technische Schwierigkeiten hat oder mit der Technik wenig vertraut ist.

  3. Markieren Sie die Identitätsprüfung über „Aktionen“ als geprüft.

  4. Haben Sie Zweifel an der Identität oder den Verdacht auf Betrug, ziehen Sie in Betracht, den Zugang zum Standort oder zum Raum zu entziehen.

Was geschieht, wenn die Angaben nicht zum Ausweis passen

Wir prüfen außerdem, ob der Ausweis zum Namen aus dem Buchungsvorgang passt. Weichen Name und Ausweis voneinander ab, wird das auf der Kundenseite hervorgehoben. Bitte beachten Sie: Unsere Prüfung vergleicht allein Vor- und Nachname.

Gründe für falschen Alarm:

Falscher Alarm, also ein Hinweis ohne echten Anlass, kann durch sprachliche Unterschiede, den Umgang mit zweiten Vornamen oder Schreibweisen entstehen. So vermeiden Sie ihn:

  • Zweite Vornamen: Systeme gehen unterschiedlich damit um, deshalb lohnt ein Blick auf Einheitlichkeit.

  • Unterschiedliche Schreibweisen: Groß- und Kleinschreibung oder Formatierung können zu Abweichungen führen.

  • Sonderzeichen und diakritische Zeichen: Namen mit Sonderzeichen werden nicht in allen Systemen gleich unterstützt, das führt zu Abweichungen.

Was die Prüfung kostet

Da wir Identity von Stripe nutzen, wird jede Prüfung über Stripe abgerechnet. Mehr zu den allgemeinen Preisen finden Sie hier und zur Abrechnung bei Stripe hier.

Fazit

Schalten Sie Stripe Identity ein und verbinden Sie es mit Ihrem Kinnovis Manager, dann wehren Sie Betrugsversuche ab und halten die Hürden für ehrliche Kund:innen niedrig. ID-Kontrollen verhindern Betrugsfälle, machen den Umgang mit Risiken einfacher und stärken Vertrauen und Sicherheit.

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